Anzeige

Startseite  ⇒  eesom-Magazin ⇒  Texte 2016/2017 ⇒  Wirkung von Ballaststoffen

Ballaststoffe und ihre positiven Effekte auf die Gesundheit

Sie sind für den Menschen nur schwer bis gar nicht verdaulich und liefern keine Energie – erstaunlicherweise sollten Ballaststoffe gerade deshalb die Basis einer ausgewogenen Ernährung darstellen. Das wussten schon die alten Römer.

Zum SeitenanfangGesunde Sattmacher: Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte

Ballaststoffe sind Kohlenhydrate, die ausschließlich in pflanzlichen Produkten vorkommen und so gut wie keine Kalorien enthalten. Man unterscheidet zwischen wasserlöslichen Ballaststoffen wie Pektin und Inulin sowie wasserunlöslichen Ballaststoffen wie Zellulose und Lignin. Erstere kommen hauptsächlich in Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen vor, die wasserunlöslichen Ballaststoffe in Vollkorngetreide.

Hülsenfrüchte sind nicht nur ein hervorragender Lieferant von Ballaststoffen. Weitere positive Eigenschaften von Hülsenfrüchten: Linsen, Bohnen, Kichererbsen und Co enthalten hochwertige Proteine, Vitamine und Mineralien, ihre Kaloriendichte ist geringer als die von beispielsweise Kartoffeln und Reis. Fleisch liefert zwar ähnlich viel Eiweiß wie Hülsenfrüchte, aber wesentlich weniger Vitamine und eben keine Ballaststoffe. Einen Nachteil haben Hülsenfrüchte auch: Aufgrund der kaum verdaulichen Ballaststoffe können sie zu Blähungen führen. Isst man regelmäßig Hülsenfrüchte, gewöhnt sich der Verdauungstrakt aber an die Ballaststoffe. Von ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten profitieren nicht nur Sportler: Vegetarier und Veganer können mit Linsen, Bohnen und Co für eine ausgewogene Ernährung sorgen.

Zum SeitenanfangFaseriges Quell- und Füllmaterial: Reichlich Arbeit für Magen und Darm

Nach der Nahrungsaufnahme, die eine erhöhte Kauleistung erfordert, durchlaufen die Ballaststoffe den Organismus und regen dabei die Verdauung an. Den Dünndarm passieren sie ohne weiteres. Währenddessen quellen sie auf und binden Wasser. Daher muss unbedingt auf eine erhöhte Flüssigkeitsversorgung geachtet werden, wenn man ballaststoffreiche Nahrung verzehrt. Im Magen sorgen die Ballaststoffe dann für ein sättigendes Gefühl – aber nicht für ein Völlegefühl wie nach einem schweren Essen. Bereits nach relativ kurzer Zeit werden die Ballaststoffe nahezu unverdaut mit lockerem Stuhl wieder ausgeschieden. Während des Verdauungsprozesses wird darüber hinaus Cholesterin im Blut abgebaut, und essenzielle Darmbakterien im Dickdarm können sich durch die Ballaststoffe gut vermehren.

Eine regelmäßige und ausreichende Ballaststoffaufnahme über die Nahrung kann Diabetes vorbeugen, da der Blutzuckerspiegel nur sehr langsam ansteigt. Außerdem wirken sich Ballaststoffe positiv auf den Stoffwechsel aus, senken den Bluthochdruck und reduzieren das Darmkrebsrisiko. Ballaststoffreiche Lebensmittel sollten daher möglichst oft auf dem Speiseplan stehen. Erwachsene sollte am Tag mindestens 30 Gramm an Ballaststoffen zu sich nehmen – besser noch mehr.

Autor/in:Cornelia Meier
Zuletzt geändert:29.11.2016Zum Seitenanfang
Anzeige

© 2005 – 2017 eesom AG – Alle Rechte vorbehalten www.eesom.com

Anzeige