Anzeige

Startseite  ⇒  eesom-Magazin ⇒  Texte 2016/2017 ⇒  Vorsorge für Kinder

Anzeige

Die richtige Vorsorge für Kinder

"Enkelpolice", "Tip Top Tabaluga" oder doch lieber "Biene Maja"? So herzig die Vorsorgepakete für die lieben Kleinen auch heißen, so lukrativ sind sie für die Versicherungsunternehmen - es handelt sich beim Handel mit Gesundheitspolicen nämlich um einen riesigen Kapitalmarkt. Aber auch beim Ansparen für die Zukunft, in der es dem Nachwuchs an nichts fehlen und auch im Krankheitsfall genug Geld vorhanden sein soll, lauern einige Kostenfallen. Fehlentscheidungen in beiden Bereichen können unter Umständen zu Lasten der Gesundheit des Kindes gehen. Folgend ein paar hilfreiche Tipps als Wegweiser durch den Kids-Vorsorge-Dschungel.

Wird man Mutter oder Vater, stellt man sich unweigerlich die Frage: Wie sorgt man für das neue Familienmitglied optimal vor? Pro Jahr wird von Eltern und anderen Verwandten ein einstelliger Milliardenbetrag in die Absicherung des neuen Erdenbürgers investiert, damit dieser eine rosige Zukunft vor sich hat. Gegenwärtig informieren sich rund 70 Prozent aller Interessenten hauptsächlich im Internet über passende Angebote, werden dort jedoch von Einzelversicherungen mit niedlichen Namen in die Irre geführt, von unübersichtlichen beziehungsweise intransparenter "Rundumwohlfühlpakete" erschlagen oder zu unseriösen Geldanlagen verleitet. Eltern unterliegen häufig einer falschen Einschätzung der tatsächlichen Risiken, denn sämtliche Unternehmen auf dem Sektor Kindervorsorge demonstrieren plakativ und daher werbewirksam die scheinbare Notwendigkeit der "passenden" Variante und spielen dabei mit den Ängsten der Mütter und Väter. Dennoch sollte man als verantwortungsbewusster Erwachsener in die Gesundheit seines Kindes investieren - die Frage ist nur wie?

Zum SeitenanfangZur Unterscheidung: Gesundheitsversicherung und Zukunftsabsicherung im Krankheitsfall

Bei der Gesundheitsversicherung eines Kindes sollte man sich auf das Notwendige konzentrieren - eine Unfallversicherung zählt nicht dazu, da in diesem Fall die Krankenversicherung für die notwendigen medizinischen Maßnahmen aufkommt. Laut aktueller Statistik ist die Gefahr verschwindend gering, dass ein Mensch in jungen Jahren durch einen Unfall zum kostenintensiven Pflegefall wird - bei rund 11 Millionen Kindern sind derzeit nur knapp 300 Fälle bekannt. Die weitaus häufigeren Ursachen für schwerste Behinderungen sind angeborene Leiden (ein Drittel) und Krankheiten (zwei Drittel - dazu zählen beispielsweise auch Asthma, Neurodermitis oder Diabetes).

Wer seinen Nachwuchs effektiv gegen Invalidität absichern möchte, greift daher besser zur Kinderinvaliditätsversicherung, die unabhängig von der Ursache (der Unfall ist hier also integriert) der Behinderung zahlt - und zwar eine lebenslange Rente deutlich über der staatlichen Grundsicherung, ab einem Behinderungsgrad von 50. An diese Police denken allerdings nur 10 Prozent aller Eltern in Deutschland!

Neben der Risikolebensversicherung für Mutter und Vater sowie der obligatorischen Familien-Haftpflichtversicherung ist für das Kind außerdem zu einer privaten Krankenzusatzversicherung (im Falle einer Erkrankung freie Wahl von Arzt, Krankenhaus und Behandlungskosten) zu raten.

Aber auch die Zukunftsabsicherung für die Kinder im Krankheitsfall wichtig, womit wir zum Thema Sparen kommen. Die lieben Kleinen haben etwas, was anderen Anleger eher selten zur Verfügung steht: Zeit. Eltern verfügen damit über denselben Luxus. Rein rechnerisch ist für die finanzielle Vorsorge eines Kindes daher beispielsweise folgende Variante rentabel: 5.000 Euro einmalig in einen Dax-Indexfond einbezahlen und diesen mit 100 Euro im Monat besparen. Der Dax hat rückberechnet über einen 18-Jahre-Zeitraum hinweg (also bis Sohnemann oder Töchterchen das Geld braucht oder haben will) seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie Verluste eingefahren. Im schlimmsten Fall ergab sich eine Rendite von 1,5 Prozent im Jahr, im Schnitt waren es allerdings 9 Prozent.

Also selbst wenn es so läuft, wie in der allerschlechtesten 18-Jahres-Periode des Dax's, ist der Ertrag bei Volljährigkeit des Kindes immer noch höher, als der mit einem Sparbuch - nämlich zwischen 31.300 und 75.000 Euro (vor Steuer und Inflation).

Autor/in:Anna Heiniger
Zuletzt geändert:25.03.2016Zum Seitenanfang
Anzeige

© 2005 – 2017 eesom AG – Alle Rechte vorbehalten www.eesom.com

Anzeige