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Schwitzen – natürlich oder ein Problem?

Jeder Mensch schwitzt, ob bei warmen Außentemperaturen, körperlicher Verausgabung, Stresssituationen oder auch bei Fieberkrankheit. Und das ist auch völlig normal bzw. lebensnotwendig, denn nur so kann der Temperaturausgleich vom Körper stattfinden. Viele verschiedene Faktoren bestimmen, wie schnell oder wie sehr jeder einzelne schwitzt: Unterschiedliche Lebensphasen, Stress, psychische Verfassung, hormonelle Umstellungen, Körpergewicht, Ernährung oder Alltagssituationen.

Zum SeitenanfangWenn Schwitzen zur Belastung wird

Tritt allerdings eine übersteigerte Schweißproduktion auf, kann dies sehr schnell zur Belastung werden. Die Geruchs- und Fleckenbildung kann vor allem im Berufsleben, aber auch im privaten Bereich starke Einschränkungen mit sich ziehen – Händeschütteln wird z.B. zur Qual. In jedem Fall bedeutet es eine erhebliche Reduzierung von Lebensqualität.

Mediziner bezeichnen eine erhöhte Schweißproduktion (tagsüber) als Hyperhidrose und unterscheiden zwischen primärer und sekundärer Hyperhidrose. Das entscheidende Merkmal ist dabei die Ursache für das starke Schwitzen. Schwitzt man aus unbekannten Gründen häufiger und stärker als notwendig oder angebracht handelt es sich um die primäre Hyperhidrose, die häufig auf einer familiären Veranlagung beruht und als Überreaktion der entsprechenden Nerven und Botenstoffe verstanden wird. Bei der sekundären Hyperhidrose ist das Schwitzen eine Folgeerscheinung einer anderen Grundkrankheit (z.B. Infektion, Stoffwechselkrankheit, Nervenerkrankung etc.) oder von Medikamenten.

Zum SeitenanfangBehandlungsmöglichkeiten bei Hyperhidrose

Bei auffälliger starker Schweißproduktion konsultieren Sie unbedingt einen Arzt. Dieser kann durch eine Untersuchung und im Patientengespräch eine passende Diagnose erstellen und auch in Absprache mit Spezialisten (Dermatologe, Neurologe etc.) Therapiemöglichkeiten anregen. Schwitzt man stark und plötzlich in Folge einer Krankheit, muss zunächst diese behandelt werden, um das Schwitzen zu  unterbinden. Handelt es sich aber um eine primäre Hyperhidrose sind verschiedene Ansätze möglich: Anwendung von Antitranspirante, homöopathischen Mitteln wie Salbei, Unterspritzung von Nervengiften, Entspannungsverfahren, Inanspruchnahme von therapeutischer Hilfe oder eine grundsätzliche Veränderung des Lebensstils. Schließlich kann man auch operativ gegen Hyperhidrose vorgehen.

Zum SeitenanfangLetzter Ausweg: Operative Entfernung der Schweißdrüsen

Erst wenn alle konservativen Therapiemöglichkeiten nicht funktionieren, kann eine OP ein Ausweg aus der Hyperhidrose sein. Allerdings ist der Eingriff abhängig von der Körperstelle und dem Grad der Schweißproduktion. Häufig werden die Schweißdrüsen unter den Achseln entfernt, wobei es auch hier verschiedene Möglichkeiten gibt. Eine Option besteht in der Entfernung der Schweißdrüsen durch das Absaugen, hier ist eine relativ hohe prozentuale Reduzierung möglich. Der Vorteil dieser OP-Art liegt in der Wiederholbarkeit, da man mit einer gewissen Rezidivquote (d.h. erneutem starken Schwitzen) rechnen muss.

Zum SeitenanfangWorauf man achten sollte

Auch wenn ein solcher Eingriff relativ klein ist, sollte ihn dennoch ein Spezialist durchführen, z.B. ein operativ tätiger Dermatologe oder plastischer Chirurg. Entweder fragen Sie ihren Hausarzt oder informieren sich über entsprechende Plattformen.

Wie bei jeder OP besteht auch bei einer Schweißdrüsenentfernung durch Absaugen das Risiko einer Infektion, wenn auch sehr eingeschränkt. Deshalb sollten Sie darauf Wert legen, dass es sich ebenso um eine hochwertige Klinik, bei der die hygienischen Standards gewährleistet ist.

Autor/in:Anna Heiniger
Keywords:Schwitzen, Hyperhidrose, übermässiges Schwitzen, Schweiss
Zuletzt geändert:29.03.2016Zum Seitenanfang
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