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Alles Wissenswerte über Schmerzmittel

Ob Zahnweh, Migräne oder Rückenbeschwerden - der Alltag muss weitergehen und man hat zu funktionieren. Im Job wartet jede Menge Arbeit, das Kind sollte zum Schwimmen gebracht und danach noch der Rasen gemäht werden ... man kann einfach nicht ausfallen und sich wegen "ein paar Schmerzen" krank ins Bett legen. Und so greift man zu Schmerzmittel, um rasch wieder fit und zu 100 Prozent einsatzfähig zu sein.

Ein zentrales Element zur Behandlung von akuten und chronischen Leiden stellen Substanzen dar, Analgetika genannt, die das Empfinden von Schmerzen verringern oder unterdrücken. Dabei werden andere wichtige Funktionen und Tätigkeiten des zentralen Nervensystems, etwa das Bewusstsein oder die Sinneswahrnehmungen, nicht oder kaum beeinflusst.

Dennoch sollte einem klar sein: Auch wenn einige dieser Medikamente rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, sind sie nicht komplett harmlos. Und: Schmerzmittel bekämpfen nur die Symptome, nicht die Ursachen der Beschwerden.

Zum SeitenanfangWelche Arten von Schmerzmittel gibt es?

Im Wesentlichen existieren zwei Arten von Medikamenten:

  • die Opioide (auch Opiate genannt), die vom Arzt verschrieben werden, in der Regel für chronische Beschwerden und eine längerfristige Einnahme gedacht sind und die Wahrnehmung des Schmerzes im Gehirn unterdrücken. Diese Mittel können missbräuchlich als Rauschmittel verwendet werden und abhängig machen. Bei falscher Anwendung drohen gefährliche Nebenwirkungen. Zu den Opioiden zählen beispielsweise Codein, Tramadol oder Kapake.
  • die Nicht-Opioide, die ohne Rezept erhältlich sind, sich in der Regel für akute Leiden und eine kurzfristige Einnahme eignen und die Entzündungsbotenstoffe (Prostaglandine) und damit Schmerzauslöser im Körper blockieren und verhindern. Zu diesen Mitteln, die auch als Nicht-steroidale Entzündungshemmer bezeichnet werden, gehören unter anderem Naproxen, Ibuprofen und Diclofenac. Von Paracetamol werden üblicherweise nur noch kleine Mengen rezeptfrei abgegeben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wiederum unterteilte die Mittel bereits vor 20 Jahren in drei Gruppen, ausschlaggebendes Kriterium war dabei die Stärke des Schmerzes:

  • Stufe 1: die Nicht-Opioide bei leichten Schmerzen, diese wirken in den meisten Fällen auch fiebersenkend und entzündungshemmend, einige davon auch entkrampfend.
  • Stufe 2: die schwach wirksamen Opioide für mittlere Schmerzen
  • Stufe 3: die stark wirksamen Opioide für starke Schmerzen

Laut WHO wird die stärkere Stufe dann verabreicht, wenn auf der schwächeren keine ausreichende Schmerzlinderung zu erzielen ist. Somit wird die Behandlung mit entsprechenden Medikamenten an jeden Patienten individuell angepasst.

Bei Expressdoktor lassen sich online auf expressdokter.de keine ärztlich verordneten Opioide bestellen. Doch mittels Live Chat kann eine Ferndiagnose von einem Mediziner erfolgen, der danach das Rezept für ein Opioid ausstellt. Dieses wird direkt an die Versandapotheke überstellt, die das Medikament sofort verschickt.

Zum SeitenanfangWas ist bei der Einnahme von Schmerzmitteln zu beachten?

  • Die Zeit der Einnahme

Entzündungshemmende Medikamente zum Lindern der Schmerzen nimmt man im Idealfall vor den Mahlzeiten ein und trinkt dazu ein Glas Wasser, weil so die Wirkung des Mittels schneller eintritt. Generell gilt: Schmerzstiller entfalten ihre Wirkung morgens besser als abends.
Wer unter chronischen Beschwerden leidet, schluckt die Opioide regelmäßig laut ärztlicher Anweisung, und nicht erst bei Eintritt des Schmerzes. In so einem Fall wird die Einnahme nicht selbstständig unterbrochen, sondern nur nach Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner.

  • Nebenwirkungen und Verträglichkeit

Die häufigsten Nebenwirkungen, die beim Konsum von Schmerzmitteln auftreten, sind Magenschmerzen, Durchfall oder Verstopfung. Damit die Magenschleimhaut nicht zu stark angegriffen wird, trinkt man über die Dauer der Einnahme mehr Flüssigkeit als üblich. Ebenso kann ein weiteres Medikament, der "Magenschutz", die unangenehmen Begleiterscheinungen mindern oder sogar komplett unterbinden.

  • Bei welchen Schmerzen die Einnahme empfohlen wird

Da generell gilt, dass es gesünder ist, einen Schmerz zu bekämpfen, als ihn auszuhalten, empfiehlt sich die Einnahme von Schmerzstillern bei jeder Art körperlicher Beschwerden, die den Menschen in seinem Wohlbefinden und seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Da das Empfinden darüber und der Leidensdruck individuell verschieden sind, gibt es keine allgemein gültige Regel, ab wann genau das Medikament eingenommen werden sollte. Ignoriert man die Schmerzen allerdings, entwickelt sich unter Umständen mit der Zeit ein sogenanntes "Schmerzgedächtnis", was dazu führen kann, dass die Beschwerden chronisch werden oder nur scheinbar vorhanden sind.

  • Wie Schmerzmittel eingenommen werden

Die Medikamente existieren in verschiedensten Darreichungsformen: Soll der Schmerz rasch verschwinden, ist eine Brausetablette ideal, da damit die Wirkstoffe rasch ins Blut gelangen. Bei Übelkeit sind Zäpfchen die beste Lösung. Ansonsten werden Tabletten genommen. Auf Reisen ist eine flüssige Lösung praktisch.

Frei verkäufliche Schmerzmittel sind für Erwachsene ungefährlich, wenn man sich bei der Dosierung an die Regel 10-3-3 hält: Nicht häufiger als 10 Tage pro Monat, nicht länger als 3 Monate lang und maximal 3 Tage hintereinander.

  • Welche Langzeitfolgen zu befürchten sind

Mögliche Langzeitfolgen bei der Einnahme rezeptfreier Schmerzmittel sind Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Verdauungsprobleme, Übelkeit und im Extremfall (bei langem und hochdosiertem Konsum) Leber- und Nierenschäden.

Bei den rezeptpflichtigen Medikamenten können die Langzeitfolgen weit drastischer ausfallen, es drohen im schlimmsten Fall beispielsweise Schlaganfall, Herzinfarkt oder eine schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung. Daher sind diese nur in Rücksprache mit einem Mediziner einzunehmen

Autor/in:Anna Heiniger
Zuletzt geändert:25.03.2016Zum Seitenanfang
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