Anzeige

Startseite  ⇒  eesom-Magazin ⇒  Texte 2016/2017 ⇒  Gesundheitskosten absetzen

Gesundheitskosten absetzen und den Fiskus an den Ausgaben beteiligen

Studien beweisen seit Jahren, dass Vorsorge die beste Nachsorge ist. Deshalb sind Verbraucher beraten, gesundheitliche Probleme schnellstens zu behandeln oder durch Vorsorgemaßnahmen das Risiko zu reduzieren, überhaupt zu erkranken. Das einzige Problem sind die damit verbundenen Kosten, die nicht alle Menschen tragen können. Nur wenige von ihnen wissen, dass bestimmte Kosten von der Steuer absetzbar sind.

Für Verbraucher ist es nicht einfach, wenn plötzlich hohe Kosten für ihre Gesundheit anfallen. Der Vater ist im Winterurlaub gestürzt und muss sich am Knie operieren lassen, die Mutter hatte sich entschieden, die Goldkronen zu ersetzen und beim Sohnemann wurde eine Sehschwäche erkannt, die mit einer Brille korrigiert werden muss. Für solche Kosten besitzen Familien im Idealfall finanzielle Rücklagen. Doch nicht immer reichen diese aus oder stehen in dem Umfang zur Verfügung, wie sich die Familie es wünschen würde.

Viele Familien schieben meist wichtige Gesundheitskosten auf, bis die Haushaltskasse voller ist. Das ist nicht nur ein großes Risiko, schließlich können die Beschwerden und somit die Kosten größer werden, sondern es ist in vielen Fällen nicht einmal nötig. Zahlreiche Kosten lassen sich in einem gewissen Umfang von der Steuer absetzen.

Zum SeitenanfangMit einer Software alle Steuerspartipps nutzen

Der deutsche Staat bietet zahlreiche Steuervorteile, die viele Verbraucher nicht ausreichend nutzen. In den meisten Fällen liegt das daran, dass zahlreiche Menschen nicht über die Spartipps Bescheid wissen. Dieses Problem können sie mit einer simplen Investition lösen, die ihnen fortan viel Geld sparen wird: eine Steuersoftware. Lexware bietet auf seiner Seite Lösungen für drei unterschiedliche Zielgruppen:

  1. Menschen, die eine moderne Onlinelösung wünschen
  2. Menschen, die eine simple Steuererklärung bevorzugen
  3. Menschen, die ein professionelles Programm nutzen möchten

Alle Lösungen haben eines gemeinsam: Sie helfen Verbrauchern, Geld zu sparen, indem sie ihre Ausgaben – beispielsweise für Gesundheitsleistungen – von der Steuer absetzen.

Nach wie vor lassen viele Verbraucher ihre Steuererklärung von einem Profi erstellen. Dieser verlangt natürlich ein Entgelt für seine Leistung. Dabei kann mithilfe einer Software jeder seine Steuererklärung selbst ausfüllen und dabei alle Steuervorteile nutzen.

Zum SeitenanfangVoraussetzungen, um den Steuertipps nutzen zu können

Um die Gesundheitskosten von der Steuer abzusetzen, müssen Verbraucher gewisse Spielregeln befolgen. Generell wird davon ausgegangen, dass Bürger ihre Pflege- und Krankheitskosten selbst zahlen müssen. Ab einem bestimmten Wert kommt der sogenannte zumutbare Eigenanteil ins Spiel. Wird er überschritten, greift der Staat dem Verbraucher unter die Arme. Alle Ausgaben, die über die Grenze hinausgehen, drücken als außergewöhnliche Belastungen die Steuerlast.

Der Crux an der Sache ist, dass das genannte Limit nicht universell ist, sondern sich an dem Jahreseinkommen des Bürgers oder der Familie richtet. Das Jahreseinkommen besteht aus dem Bruttoverdienst plus alle Arten von Einkünften minus den Werbungskosten. Weitere Faktoren, die das Limit beeinflussen, sind die Anzahl der Kinder und der Familienstand.

Als Faustregel gilt: Je mehr Kinder ein Haushalt besitzt und je geringer das Einkommen, desto größer ist der Steuervorteil.

Es ist relativ einfach, das persönliche Limit zu ermitteln, um den Steuervorteil zu nutzen. Die nachfolgende Tabelle mit Daten der Vereinigten Lohnsteuerhilfe hilft:

Einkünfte in € Ohne Kinder (ledig) Ohne Kinder (verheiratet) 1–2 Kinder mind. 3 Kinder
< 15.340 5 % 4 % 2 % 1 %
15.341–51.130 6 % 5 % 3 % 1 %
> 51.130 7 % 6 % 4 % 2 %

Beispiel: Herr und Frau Mustermann sind verheiratet und haben zwei Kinder. Ihre Einkünfte betragen 28.345 Euro. Familie Mustermann muss Krankheitskosten in Höhe von fünf Prozent selbst tragen, dies entspricht 1.417,25 Euro. Alle anderen Kosten werden vom Finanzamt anerkannt.

Zum SeitenanfangAbsetzbare Leistungen kennen und die Kosten optimieren

Sobald Verbraucher ihr persönliches Limit ermittelt haben, können sich überlegen, welche Gesundheitskosten sie sich in einem Jahr leisten sollten. Generell können sie alles absetzen, was von privaten Versicherungen sowie Kassen nicht erstattet wird und der Arzt verordnet hat. Gemeint sind beispielsweise Eigenbeteiligungen sowie Zuzahlungen für Arzneimittel sowie Massagen. Auch die Kosten für den Vater, der nach dem Skiunfall zur Reha muss, sind absetzbar. Wenn der Nachwuchs eine Zahnspange oder orthopädisches Schuhwerk benötigt, sind auch diese Kosten einbegriffen.

In bestimmten Fällen ist es möglich, die Kosten für nicht anerkannte Heilmethoden abzusetzen. Dazu müssen Verbraucher ein vertrauen- oder amtsärztliches Attest vorlegen (Az.: III B 205/06). Zu den absetzbaren Kosten zählen auch Fahrten zu Behandlungen, zur Apotheke sowie zum Arzt. In diesem Fall müssen Verbraucher ihre Fahrten genau dokumentieren, also mit Uhrzeit, angefahrenem Ort und zurückgelegter Distanz. Diese Fahrten müssen nicht mit dem privaten Auto zurückgelegt werden. Auch Taxifahrten können Bürger geltend machen, jedoch nur bis zu einem bestimmten Wert. Laut Erich Nöll vom Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine beträgt der maximal absetzbare Betrag 30 Cent je gefahrenen Kilometer.

Autor/in:Anna Heiniger
Zuletzt geändert:09.05.2016Zum Seitenanfang
Anzeige

© 2005 – 2017 eesom AG – Alle Rechte vorbehalten www.eesom.com

Anzeige