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Chlorogensäuren - Geheimtipp oder eher nutzlos?

Homöopathie und gesunde Ernährung sind Themen, die im Trend liegen – und das schon lange nicht mehr nur in der berüchtigten „Öko-Fraktion“. Dabei ist immer wieder von neuen Entdeckungen die Rede, die  - glaubt man ihren Anhängern  - sich als wahre Wundermittel für die Gesundheit erweisen.

Eines davon ist Chlorogensäure. Diese natürliche Substanz kommt in einer ganzen Reihe Naturstoffen vor. Auch Kaffee enthält Chlorogensäure, allerdings bei weitem nicht jede Sorte gleich viel. Ein besonders hoher Anteil der Säure ist in dem sogenannten grünen Kaffee enthalten, der mittlerweile bereits als Schlankmacher gilt. Doch wie genau soll Chlorogensäure eigentlich wirken, wo kommt sie vor und wie glaubhaft sind die Stimmen, die ihr eine gesundheitsfördernde Wirkung zuschreiben? In diesem Artikel soll etwas genauer darauf eingegangen werden.

Chlorogensäure ist unter anderem in grünem Kaffee enthalten und kann sich unter Umständen recht positiv auf die Gesundheit auswirken. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte jedoch vorsichtig sein, da die Säure zu einer Reizung des Magens führen kann.
Chlorogensäuren

Zum SeitenanfangWirkung

Zunächst einmal werden Chlorogensäure nicht ausschließlich positive Wirkungen zugesprochen. Vielmehr steht sie seit Langem im Verdacht, Magenreizungen hervorzurufen – vor allem bei Menschen mit einem empfindlichen Magen. Deshalb wird ihr Gehalt im Kaffee durch bestimmte Röstverfahren gezielt reduziert.

Diversen wissenschaftlichen Studien nach entfaltet sie laut gruener-kaffeeextrakt.de außerdem folgende Wirkungen:

-      Antioxidative Wirkung

-      Senkt den Blutzuckerspiegel

-      verlangsamt die Aufnahme von Zucker im Blut nach dem Essen

-      Anregung des Stoffwechsels

-      Unterstützung des Immunsystems

Auch Studien, wie die im Wissensmagazin scinexx zitierten, deuten darauf hin, dass Chlorogensäure einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel zeigt und sie bei der Behandlung von Diabetes wirksam sein könnte. Auch konnten in Tierversuchen Ergebnisse beobachtet werden, die nahelegen, dass Chlorogensäure einen positiven Effekt auf Leberentzündungen Magengeschwüre hat. Allerdings ist bei all dem zu beachten, dass sich derartige Forschungsergebnisse nicht so ohne Weiteres auf die gezielte Anwendung von Stoffen zur Förderung der menschlichen Gesundheit übertragen lassen. Bis hier endgültige Handlungsempfehlungen folgen können, bedarf es jedoch definitiv weiterer Studien.

Zum SeitenanfangLebensmittel

Dass Chlorogensäure in einer ganzen Reihe von Lebensmitteln vorkommt, wurde bereits angedeutet. Doch um welche handelt es sich dabei nun genau? Wichtige Vertreter sind die folgenden:

-      Kartoffeln

-      Pfirsiche

-      Pflaumen

-      Artischocken

-      Johanniskräuter

Derzeit in aller Munde ist in Zusammenhang mit Chlorogensäure der sogenannte „Grüne Kaffee“. Dabei handelt es sich um Kaffee aus ungerösteten, grünen Kaffeebohnen. Hintergrund dafür ist, dass Chlorogensäure beim Rösten abgebaut wird. Deshalb enthält grüner Kaffee deutlich mehr von dem Wunderstoff als herkömmliche Kaffeesorten.

Die soll vor allem Abnehmwilligen zugutekommen. Denn indem Chlorogensäure die Aufnahme von Zucker nach Mahlzeiten hemmt, hemmt sie auch die Fetteinlagerung. Dies zeigten zumindest Versuche an Labormäusen.

Inwiefern sich diese Tatsache auf den Menschen übertragen und für einen Gewichtsverlust nutzen lässt, ist umstritten. Einige Studien, die der Spiegel zitiert, brachten vielversprechende Ergebnisse. Allerdings lassen die jeweiligen Studienbedingungen an der Aussagekraft dieser Ergebnisse zweifeln.

Wer an die schlankmachende Wirkung von Chlorogensäure glaubt, sollte es auf jeden Fall mit dem geschmacklich etwas gewöhnungsbedürftigen grünen Kaffee versuchen. Denn in keinem anderen Lebensmittel steckt so ein hoher Gehalt an Chlorogensäure.

Zum SeitenanfangFazit

Ob der Hype um Chlorogensäure begründet ist, bleibt abzuwarten. Bisher lassen sich noch keine hieb- und stichhaltigen Aussagen dazu machen, inwiefern sich der Stoff eignet, um die eigene Gesundheit nachhaltig zu fördern. Das gilt auch für seine angebliche Wirkung als Schlankheitsmittel. Wer mit grünem Kaffee abnehmen möchte, kann ruhigen Gewissens einen Versuch starten. Nebenwirkungen sind im Normalfall kaum zu erwarten. Ob das Ergebnis den eigenen Erwartungen entspricht, sei jedoch dahingestellt. Bisher gibt es leider keine eindeutigen Beweise dafür.

Autor/in:Anna Heiniger
Zuletzt geändert:11.05.2016Zum Seitenanfang
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