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Entstehung und Bekämpfung von Augenringen und Tränensäcken

Bildquelle: MietzeMau / pixelio.de
Augenringe, Tränensäcke

Die Haut, welche sich um das Auge herum befindet, ist extrem dünnschichtig. So misst sie gerade einmal 0,5 mm Dicke, womit sie ungefähr 3-5-mal dünner ist als die restliche Haut. Dies liegt daran, dass sich hier kaum Unterfettgewebe und nur sehr wenige Schweiß- sowie Talgdrüsen befinden.

Da man jedoch vor allem die Augenpartie tagtäglich durch häufiges Blinzeln, viel Lachen und Weinen beansprucht, können schnell kleine Fältchen entstehen. Grundsätzlich ist das nicht beunruhigend, sondern eher ein Merkmal, welches die äußere Erscheinung prägt und den Emotionen Ausdruck verleiht.

Allerdings wird die sensible Augenpartie auch durch äußere Einflüsse angegriffen. Ein ungesunder Lebenswandel mit Schlafmangel, übermäßigem Konsum von Alkohol, einer unausgewogenen Ernährung, Rauchen, Drogen oder seelischen Belastungen sowie zuviel Sonnenlicht wirken sich oftmals negativ auf die Haut um die Augen aus. In solchen Fällen treten dann noch wesentlich deutlichere Merkmale in Erscheinung, nämlich Tränensäcke und Augenringe. Diese können in wenigen Fällen auch Anzeichen für ernsthafte Erkrankungen sein.

Zum SeitenanfangAugenränder - Blutgefäßschatten oder Warnzeichen

Jeder hat schon mal Erfahrung mit Augenringen gemacht. Da die Augenpartie generell sehr dünn ist, werden auch die Blutgefäße dort schnell sichtbar, sodass leichte Schatten unter den Augen entstehen können. Das Problem der ?halonierten Augen?, wie sie in der Fachsprache genannt werden, kann verschiedene Ursachen haben. Für eine effektive Therapie ist es wichtig, die Ursache für die Augenringe zu ermitteln.

Hauptsächlich sind dunkle Schattierungen die Folge des Alterungsprozesses, durch den Fett und Muskeln abgebaut werden und die Haut erschlafft.

Allerdings können auch Faktoren wie Schlafmangel, Stress, Alkoholkonsum, Rauchen oder eine nährstoffarme Ernährung die Entstehung von Augenringen begünstigen.

Manchmal sind halonierte Augen sogar angeboren, insbesondere dann, wenn die Augenpartie des Betroffenen extrem empfindlich ist. Meistens zeigen sie dabei die Durchblutung des Gewebes an, sodass eine dunkle Verfärbung häufig auf einen Sauerstoffmangel hinweist. Schließlich verändert sich bei jedem Defizit im Blut auch dessen Zusammensetzung und Farbe. Hierbei könnten Augenränder ebenfalls ein Anzeichen für Vitamin- oder Eisenmangel sowie einen gestörten Melaninhaushalt sein.

Wiederum sind Augenringe auch ein erstes Symptom einer beginnenden Bindehautentzündung.

Um Augenränder daher sinnvoll zu therapieren, muss die Behandlung auf die jeweilige Ursache abgestimmt werden.

Allerdings sind oft schon kleine Umstellungen der eigenen Lebensgewohnheiten sowie simple Hausmittel erste, wirksame Maßnahmen, die den Augenringen ein Ende bereiten können.

Eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen, wenig Fett, ausreichend Mineralwasser, das die Augenpartie mit Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt, sowie der völlige Verzicht auf Alkohol und Nikotin, sind demnach die ideale Basis, um Augenränder zu bekämpfen.

Ergänzend können Eiswürfel auf die untere Augenpartie gelegt werden, damit sich die Blutgefäße zusammenziehen. Allerdings sollten jene nur kurz und niemals direkt auf dem Auge zum Einsatz kommen. Leichte, kreisende Massagen regen den Lymphfluss an und reduzieren die Ränder unter den Augen, ebenso wie nasse Teebeutel mit Schwarztee.

Zum SeitenanfangAugenränder - kosmetische und chirurgische Behandlungsmethoden

Wem dies nicht genügt, der kann die unerwünschten Schatten auch mit speziellem Make-up kaschieren oder auf entsprechende Cremes zurückgreifen. Diese eignen sich vor allem, wenn halonierte Augen ein Zeichen der Hautalterung sind. Wichtig ist, dass die Creme über einen hohen Feuchtigkeits- und Vitaminanteil sowie Harnsäure oder Hyaluronsäure verfügt.

Falls Augenringe jedoch die Ursache einer ernsthaften Erkrankung sind, muss der Arzt eine entsprechende Behandlung verordnen. Sofern die Betroffenen aber gesund sind und alternative Maßnahmen keinen Erfolg zeigen, könnte eine Operation in Erwägung gezogen werden. Im Falle von Augenringen ist hier ein ambulantes Verfahren der Unterspritzung wirksam. Bei diesem Eingriff wird die Augenpartie wahlweise mit Hyaluron, dem Nervengift Botox oder natürlichem Eigenfett unterspritzt, um sie zu straffen und somit Augenschatten aufzuhellen. Die Kosten sind dabei unterschiedlich und betragen zwischen 200 und 850 Euro, abhängig von der Art und Menge des Wirkstoffes. Für gewöhnlich ist das Verfahren relativ unbedenklich. Unterspritzungen sind aber keine dauerhafte Maßnahme gegen Augenränder, sondern bringen nur für einen begrenzten Zeitraum Linderung. Anschließend kann dieses Verfahren allerdings wiederholt werden.

Es gibt jedoch noch ein weiteres optisches Problem der Augenpartie - Tränensäcke. Diese treten oftmals sogar in Kombination mit Augenringen auf.

Zum SeitenanfangTränensäcke - zwischen genetischer Veranlagung und Krankheitssymptom

Tränensäcke lassen sich grundsätzlich in zwei Arten unterscheiden, eine konstante und eine vorübergehende Problematik. Letztere zeigt sich durch vermehrte Wasseransammlungen im Tränensack und stammt von einer erhöhten Beanspruchung des Augenbereiches. Heftiges Weinen, trockene oder entzündete Augen sowie erheblicher Schlafmangel könnten somit eine kurzzeitige Tränensackbildung hervorrufen, die schnell wieder verschwindet.

Dauerhafte Tränensäcke sind hingegen oft genetisch veranlagt. Die Ursache hierfür ist eine Schwäche des Bindegewebes, die mit fortschreitendem Alter zunimmt. Auch vermehrter Alkoholkonsum und ein ungesunder Lebenswandel können diese Gewebeschwäche verstärken, sodass keine natürliche Rückbildung möglich ist.

In seltenen Fällen sind Tränensäcke eventuelle Anzeichen für Herz- und Nierenerkrankungen, die selbstverständlich nur ein Arzt feststellen und behandeln kann.

Sollte diese Grunderkrankung allerdings nicht vorliegen, können viel Schlaf, eine gesunde, salzarme Ernährung sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin eine rasche Besserung erbringen oder die Tränensäcke sogar beseitigen.

Zusätzlich helfen Kühlpackungen, die Problematik zu lindern, während Sportarten wie Steppen oder Seilspringen die Wasseransammlung verhindern.

Kortisonfreie Hämorridensalbe ist ein weiteres bewährtes Hausmittel, deren abschwellende Wirkung einen kurzzeitigen, positiven Effekt erzielt.

Natürlich sind auch straffende Cremes eine Möglichkeit, die Tränensäcke zu bekämpfen, wobei diese viel Vitamin E, Harnsäure und Feuchtigkeit enthalten sollten.

Falls die Tränensäcke trotz allem bestehen bleiben, ist eine operative Lidstraffung, Blepharoplastik, bei gesunden Menschen durchführbar. Sie kann unter Voll- oder Teilnarkose stattfinden und hat die Entfernung der überschüssigen Haut zum Ziel. In der Regel erfolgt dieser Eingriff mit einer stationären Betreuung, da es zu Schwellungen sowie Unterblutungen kommen kann.

Die größten Erfolge werden erzielt, wenn die Tränensäcke noch nicht zu stark ausgeprägt sind.

Um die Wirkung zu optimieren, muss der Patient anschließend eine Weile auf Make-up und körperliche Anstrengungen verzichten. Die Kosten einer solchen Operation liegen bei ca. 2000 Euro.

Schließlich sind auch die eigenen Gewohnheiten sowie hochwertige Cremes gute Ansatzpunkte, um die vorherrschende Problematik zu verbessern.

Darum finden sich vielfältige Behandlungsmethoden, mit denen Augenringe und Tränensäcke präventiv bekämpft oder wirksam therapiert werden können.

Autor/in:Anna Heiniger
Zuletzt geändert:25.03.2016Zum Seitenanfang
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