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Insulin

Das Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet und ins Blut ausgeschüttet wird. Die Bauchspeicheldrüse wird in der Fachsprache als Pankreas bezeichnet. Das Insulin reguliert den Blutzucker und spielt eine wichtige Rolle im Energiehaushalt des Körpers. Es stimuliert den Aufbau von Reserven in Form von Fettgewebe, von Eiweissen in den Muskeln oder von Zuckerspeichern in der Leber, wenn wir Nahrung zu uns genommen haben. Bei tiefem Insulin im Blut hingegen wird Zucker mobilisiert und Fett- und Eiweisse werden abgebaut.

Steigt nach der Nahrungsaufnahme der Blutzucker an, bewirkt dies die Ausschüttung von Insulin aus dem Pankreas. Das Insulin befähigt Muskel- und Fettzellen Zucker aufzunehmen. Der Blutzucker sinkt deshalb ungefähr innerhalb von zwei Stunden nach der Mahlzeit auf die gleiche Konzentration wie zuvor. Ausserdem stimuliert es die Bildung von Eiweissen und Fetten und hemmt deren Abbau.
In nüchternem Zustand, zum Beispiel am frühen Morgen, wird nur sehr wenig Insulin ausgeschüttet. Andere Hormone stimulieren dann zunächst die Freisetzung von Zucker aus der Leber, den Abbau von Eiweissen und die Bildung von Zucker aus den freigesetzten Bestandteilen der Eiweisse. Deshalb bleibt auch nach mehreren Stunden ohne Nahrungsaufnahme der Blutzucker relativ stabil. Der Blutzucker ist der hauptsächliche und insbesondere schnellste Energielieferant der Körperzellen. Zum Beispiel in Streßsituationen werden jene Hormone ausgeschüttet, die den Blutzucker erhöhen.
Das Gehirn verwendet bei normalem Ernährungszustand auschliesslich Zucker zur Energiegewinnung. Ist der Blutzucker beim Fasten über längere Zeit relativ tief, kann sich der Körper in einem gewissen Rahmen anpassen und einen Stoff herstellen, den das Gehirn ersatzweise verwenden kann. Sinkt der Blutzucker jedoch rasch und stark ab, zum Beispiel nach einer Überdosierung von Insulin bei Diabetikern, kommt es zu Bewusstseinsstörungen, was bis zum Koma führen kann.


Zuletzt geändert: 26.09.2006 Druckversion Zum Seitenanfang
 
Autor/in: Sibylle Krämer, Ärztin
Editor/in: Urspeter Knecht, Dr. med., Arzt

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