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Gutartige Tumoren

Die Neubildungen der weiblichen Geschlechtsorgane sind vielfältig und können sowohl bösartig als auch gutartig sein. Zu den gutartigen Veränderungen zählen Zysten und gutartige Tumoren.

Bild: Ovarialzyste
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Bild: Polyzystisches Ovarialsyndrom
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Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen. Sie können an unterschiedlichen Stellen im Bauchraum auftreten, am häufigsten betreffen sie jedoch den Eierstock. Man spricht dann von Ovarialzysten, die starke Schmerzen verursachen können. Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCO) ist eine komplexe hormonelle Störung bei Frauen, die durch die Bildung von zahlreichen sackförmigen, mit Flüssigkeit gefüllten Zysten in den Eierstöcken gekennzeichnet ist. Jede 20. Frau im gebährfähigen Alter leidet an einer so genannten Bartholin-Zyste im Bereich der Schamlippen. Sie ist der Endzustand einer sogenannten Bartholinitis, einer Entzündung der Bartholin-Drüse. Werden auf dem Muttermund befindliche Drüsen von der Oberflächenschicht der Scheide überwachsen und damit verschlossen, so kann es auch hier zur Bildung von Zysten, sogenannter Ovula Nabothi, kommen.

 

Bild: Gebärmuttermyom
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Bild: Endometriose
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Gutartige Tumoren können an den äusseren Geschlechtsorganen, in der Gebärmutter und an den Eierstöcken vorkommen. An den äusseren Geschlechtsorganen finden sich bei jeder 20. Frau im Alter zwischen 20 und 35 Jahren sogenannte Condylomata acuminata. Das sind Hautwarzen, die durch das Humane Papilloma Virus entstehen. In der Gebärmutter sind gutartige Muskelgeschwülste (Gebärmuttermyome) am häufigsten. Ebenfalls häufig treten dort Gebärmutterpolypen auf, das sind gutartige Ausstülpungen der Gebärmutterschleimhaut. Gutartige Tumoren in den Eierstöcken, sogenannte Ovarialtumoren, sind ebenfalls recht häufig. Einer von vier Tumoren in den Eierstöcken ist ein Keimzelltumor, der aus den Eizellen entsteht. Die zweithäufigste gutartige Erkrankung der Frau im gebährfähigen Alter ist die Endometriose, die ebenfalls als gutartiger Tumor anzusehen ist. Bei der Endometriose handelt es sich um eine oftmals fortschreitende Erkrankung, bei der sich Zellen aus der Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter ansiedeln und sich dort in Form von inselförmigen Nestern ausbreiten.

 

Zusätzlich wird in diesem Kapitel noch die Endometriumhyperplasie genauer erklärt. Die Endometriumhyperplasie ist eine gutartige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, die ein Risiko für das Entstehen eines Gebärmutterkrebses darstellen kann.


Zuletzt geändert: 18.07.2007 Druckversion Zum Seitenanfang
 
Autor/in: Dr. Julia Feucht, Ärztin
Editor/in: Thomas Lüthi, med. pract., Arzt
Keywords: Gutartige Tumoren der weiblichen Geschlechtsorgane, Weibliche Geschlechtsorgane, Tumore

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