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Entzündung der Eihäute (Amnioninfektionssyndrom)

Synonyme: Chorioamnionitis, Amnionitis

Zum SeitenanfangAllgemeines

Beim Amnioninfektionssyndrom handelt es sich um eine Infektion der Fruchthöhle, der Eihäute, des Mutterkuchens und teilweise des Kindes während der Schwangerschaft oder unter der Geburt. Da es sich um eine Infektion der Eihäute handelt, bezeichnet man das Amnioninfektionssyndrom auch als Chorioamnionitis (Erklärungen zu den drei Eihäuten siehe gelber Kasten). Zeichen des Amnioninfektionssyndroms finden sich bei drei von hundert Geburten.

Ursache des Amnioninfektionssyndroms sind Bakterien, die sich im Enddarm oder in der Scheide der Schwangeren aufhalten. Diese Bakterien können über die Scheide und den Gebärmutterhals in die Gebärmutter aufsteigen. In der Gebärmutter bewirken diese Bakterien dann eine Infektion der Eihäute, des Mutterkuchens und teilweise des Kindes.

Das Amnioninfektionssyndrom stellt einen Notfall dar, der Risken sowohl für die Mutter als auch für das Kind beinhaltet. Meist wird das Amnioninfektionssyndrom durch einen vorzeitigen Blasensprung ausgelöst. Durch den vorzeitigen Blasensprung entsteht eine offene Verbindung zwischen der Gebärmutter, der Scheide und der Aussenwelt. Durch diese Verbindung können Krankheitserreger überhaupt erst in die Gebärmutter vordringen und dort zu einer Infektion von Eihäuten, Mutterkuchen und Kind führen. Es sollte nach einem vorzeitigen Blasensprung deshalb nicht zuviel Zeit bis zur Geburt des Kindes vergehen, damit ein Amnioninfektionssyndrom mit schweren Folgen für die Mutter und das Kind verhindert werden kann. Umgekehrt kann das Amnioninfektionssyndrom aber auch ohne vorzeitigen Blasensprung entstehen und durch die Entzündung der Eihäute zu einem vorzeitigen Blasensprung führen.

 

Das Amnioninfektionssyndrom kann durch die Entzündung der Eihäute zu vorzeitigen Wehen und so zur Frühgeburt führen. Durch die zu frühe Geburt ist die Gefahr von körperlichen oder geistigen Behinderungen oder gar des Versterbens des Kindes beim Amnioninfektionssyndrom hoch. Etwa zehn von hundert Kindern sterben beim Auftreten eines Amnioninfektionssyndrom.
Bei der Schwangeren können die Krankheitserreger zu einer Entzündung der Gebärmutter führen. Über die Gebärmutter können die Krankheitserreger dann ins Blut der Schwangeren gelangen und zu einer Blutvergiftung führen. Die Blutvergiftung kann die Blutgerinnung bei der Schwangeren stören, sodass überall im Körper ohne vorausgehende Verletzungen Blutungen auftreten. In der Folge tritt bei der Schwangeren ein Schock auf und die Schwangere verstirbt ohne rechtzeitige und richtige Behandlung.
Die Krankheitserreger können über den Mutterkuchen direkt aus dem Blut der Mutter ins Blut des Kindes übergehen oder sie gelangen über das Fruchtwasser in die Lunge des Kindes und von dort ins Blut des Kindes. Deshalb können die Kinder kurz nach der Geburt an einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung mit Atembeschwerden und einer Hirnhautentzündung erkranken.

Die drei Eihäute

Detailansicht der drei Eihäute: Dezidua, Chorion, Amnion
Detailansicht der drei Eihäute: Dezidua, Chorion, Amnion, Gebärmutterwand

Während der Schwangerschaft ist das Kind in der Gebärmutter von der Fruchtblase umgeben. Die Fruchtblase ist ein geschlossener Sack, der mit Fruchtwasser gefüllt ist. Die Hülle der Fruchtblase setzt sich aus drei sogenannten Eihäuten zusammen, dem Amnion, dem Chorion und der Dezidua. Das Amnion ist die innerste Eihaut, sie liegt dem Kind am Nächsten und produziert einen Teil des Fruchtwassers. Das Chorion ist die mittlere Eihaut. Die Dezidua ist die äusserste Eihaut. Sie ist gleichzeitig die innerste Schicht der Gebärmutterwand. Sie ist in etwas veränderter Form auch bei Frauen vorhanden, die nicht schwanger sind. Damit das Kind am Ende der Schwangerschaft geboren werden kann, müssen die Eihäute zerreissen und das Fruchtwasser abfliessen. Dieser Vorgang wird Blasensprung genannt.

Die Fruchtblasenhülle aus den drei Eihäuten ist an einer Stelle mit der Gebärmutterinnenwand durch den Mutterkuchen, die sogenannte Plazenta, verwachsen. Das Kind wiederum ist über die Nabelschnur mit dem Mutterkuchen verbunden. Über den Mutterkuchen und die Nabelschnur besteht eine Verbindung zwischen dem Blutkreislauf des Kindes und dem der Mutter. Diese Verbindung dient der Versorgung des Kindes mit Nährstoffen und Sauerstoff. Gleichzeitig werden über diese Verbindung Abfallstoffe, die das Kind bildet, entsorgt.

Die drei Eihäute der Fruchtblase werden nach der Befruchtung einer Eizelle mit einer Samenzelle gebildet. Nach der Befruchtung beginnt sich die Eizelle zu teilen. In den ersten drei Tagen nach der Befruchtung sind alle Zellen noch gleich. Danach findet mit der Teilung der Zellen auch eine Spezialisierung der einzelnen Zellen statt. In der Folge bilden die einen Zellen den das Kind ernährenden Teil, den sogenannten Trophoblasten. Aus diesem entstehen wiederum der Mutterkuchen, das Chorion und das Amnion. Die anderen Zellen bilden den Teil, aus dem später das Kind hervorgeht, den sogenannten Embryoblasten. Das Chorion, das Amnion und der Mutterkuchen entstehen nicht alle gleichzeitig aus dem Trophoblasten. Zuerst bilden sich das Chorion und der Mutterkuchen, dann erst das Amnion. Sind die Eihäute einmal entstanden, können sie nicht mehr geteilt werden. Bei eineiigen Mehrlingen, die aus der Teilung einer befruchteten Eizelle hervorgehen, hängt es deshalb vom Zeitpunkt der Teilung der befruchteten Eizelle ab, ob die einzelnen Kinder Mutterkuchen, Chorion und Amnion untereinander teilen müssen.

Zum SeitenanfangSymptome

Das bedeutendste Anzeichen für ein Amnioninfektionssyndrom ist Fieber von über 38°C bei einer Schwangeren, das sich nicht durch eine andere Ursache wie beispielsweise eine Erkältung erklären lässt. Im Frühstadium kann das Amnioninfektionssyndrom zuerst auch ohne Fieber auftreten, wird dann wegen der fehlenden Beschwerden aber meist nicht festgestellt. Krankheitszeichen wie Abgeschlagenheit, allgemeine Schwäche oder Übelkeit können das Fieber begleiten. Teilweise geben die Betroffenen zudem Unterbauchschmerzen an. Bei einem vorzeitigen Blasensprung kann das ausfliessende Fruchtwasser eitrig und übel riechend sein.

Zum SeitenanfangDiagnose

Einerseits kann das Amnioninfektionssyndrom nach einem vorzeitigen Blasensprung auftreten, andererseits kann umgekehrt ein vorzeitiger Blasensprung durch ein Amnioninfektionssyndrom verursacht werden.

Amnioninfektionssyndrom als Folge eines vorzeitigen Blasensprungs

Nach einem vorzeitigen Blasensprung werden die Schwangere und das Kind zur frühzeitigen Erkennung eines Amnioninfektionssyndroms regelmässig untersucht. Bei der Schwangeren werden insbesondere die Körpertemperatur und die Herzfrequenz regelmässig gemessen. Steigen diese an, ist dies ein Zeichen für ein Amnioninfektionssyndrom. Zur Unterstützung der körperlichen Untersuchung werden Blutuntersuchungen mit Messung der Entzündungswerte bei der Schwangeren durchgeführt. Der Verdacht auf ein Amnioninfektionssyndrom erhärtet sich, wenn die Entzündungswerte im Blut der Schwangeren durch die Infektion mit Bakterien erhöht sind oder ansteigen.

Bei der vorsichtigen Untersuchung der Scheide und des Gebärmuttermundes der Schwangeren durch den Arzt kann das Betasten der Gebärmutter bei Vorhandensein eines Amnioninfektionssyndroms der Schwangeren Schmerzen zufügen und aus der Gebärmutter kann eitriges, übel riechendes Fruchtwasser auslaufen. Beim Kind wird nach einem vorzeitigen Blasensprung mehrmals täglich ein Kardiotokogramm (CTG) mit Aufzeichnung der Herztöne des Kindes und der Wehentätigkeit der Mutter durchgeführt. Liegt ein Amnioninfektionssyndrom mit einer Infektion des Kindes vor, zeigt sich das durch einen Anstieg der Herzfrequenz des Kindes im Mutterleib. Nach der Geburt müssen das Kind und die Mutter weiterhin regelmässig überwacht werden, damit nicht eine Blutvergiftung, die sich erst nach Stunden oder Tagen nach der Geburt zeigt, verpasst wird.

Amnioninfektionssyndrom mit dem Risiko eines nachfolgenden vorzeitigen Blasensprungs

Tritt bei einer Schwangeren plötzlich Fieber über 38°C auf, muss die Schwangere durch einen Arzt vorsichtig untersucht werden. Ist die Herzfrequenz der Schwangeren erhöht, die Gebärmutter schmerzhaft und findet sich keine andere Erklärung für das Fieber, ist der Verdacht auf ein Amnioninfektionssyndrom gross. Zur Bestätigung wird das Blut der Schwangeren untersucht. Bei der Blutuntersuchung werden die Entzündungswerte im Blut der Schwangeren bestimmt. Der Verdacht auf ein Amnioninfektionssyndrom besteht dann, wenn die Entzündungswerte im Blut der Schwangeren durch die Infektion mit Bakterien erhöht sind oder ansteigen. Zur Untersuchung des Kindes wird ein Kardiotokogramm (CTG) mit Aufzeichnung der Herztöne des Kindes und der Wehentätigkeit der Mutter durchgeführt. Liegt ein Amnioninfektionssyndrom mit Infektion des Kindes vor, zeigt sich das durch einen Anstieg der Herzfrequenz des Kindes im Mutterleib. Durch die Entzündung der Eihäute ist ein vorzeitiger Blasensprung möglich mit Ausfluss von eitrigem, übel riechendem Fruchtwasser aus der Gebärmutter.

Zum SeitenanfangTherapie

Bei Hinweisen auf ein Amnioninfektionssyndrom muss zwischen dem kindlichen und dem mütterlichen Risiko abgewogen werden.

Amnioninfektionssyndrom als Folge eines vorzeitigen Blasensprungs

Nach einem vorzeitigen Blasensprung besteht die Gefahr, dass es zu einem Amnioninfektionssyndrom kommt, da zwischen der Gebärmutter, der Scheide und der Aussenwelt eine offene Verbindung entsteht, durch die Krankheitserreger aus dem Enddarm oder der Scheide in die Gebärmutterhöhle aufsteigen können. Das Vorgehen nach einem vorzeitigen Blasensprung zielt darauf ab, ein Amnioninfektionssyndrom ganz zu vermeiden oder die Folgen für Mutter und Kind möglichst gering zu halten. Das Vorgehen ist dabei von der Schwangerschaftswoche abhängig.

Nach der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche wird die Geburt in jedem Fall künstlich eingeleitet, falls acht Stunden nach dem vorzeitigen Blasensprung von selbst keine Wehen auftreten. Würde man länger warten, nimmt das Risiko eines Amnioninfektionssyndroms zu. Die Methode der Geburtseinleitung ist abhängig davon, ob der Gebärmutterhals schon für die Geburt bereit ist. Ist der Gebärmutterhals noch gar nicht für die Geburt bereit, wird ein Gel, das das Medikament Prostaglandin enthält, in den Gebärmutterhals gegeben. Prostaglandin macht den Gebärmutterhals weich und öffnet den Muttermund. Ist der Gebärmutterhals schon teilweise für die Geburt bereit, wird ein Zäpfchen, das das Medikament Prostaglandin enthält, in die Scheide gelegt. Ist der Gebärmutterhals schon für die Geburt bereit, wird die Geburt durch einen Wehentropf eingeleitet. Während und nach der Geburt erhalten die Mutter und wenn notwendig auch das Kind Antibiotika.

Tritt der vorzeitige Blasensprung zwischen der 28. und 36. Schwangerschaftswoche auf, ist das Kind noch unreif. Gibt es Hinweise auf ein Amnioninfektionssyndrom und sind die Lungen des Kindes schon fertig entwickelt, dann wird ebenfalls die Geburt eingeleitet. Die Mutter bekommt zur Bekämpfung der Infektion Antibiotika über eine Infusion in die Vene verabreicht. Die Therapie mit Antibiotika wird auch nach der Geburt solange fortgesetzt, bis im Blut der Mutter keine erhöhten Entzündungswerte mehr nachweisbar sind. Bei Bedarf erhält auch das Kind nach der Geburt Antibiotika.

Sind die Lungen des Kindes noch nicht fertig entwickelt, dann werden allfällige Wehen vorübergehend mit Medikamenten gehemmt. Während dieser Zeit wird eine sogenannte Lungenreifungsinduktion durchgeführt. Eine Lungenreifungsinduktion hat das Ziel, dass die Lungen des Kindes schneller ausreifen und für das Atmen nach der Geburt bereit sind. Zur Lungenreifung des Kindes wird der Mutter das Medikament Kortison gegeben, dieses gelangt über den Mutterkuchen in den Kreislauf des Kindes und fördert dort das Ausreifen der Lunge. Eine Lungenreifungsinduktion dauert 24 Stunden. Nach Abschluss der Lungenreifung wird dann die Geburt eingeleitet. Die Mutter bekommt zur Bekämpfung der Infektion Antibiotika über eine Infusion in die Vene verabreicht. Die Therapie mit Antibiotika wird auch nach der Geburt solange fortgesetzt, bis im Blut der Mutter keine erhöhten Entzündungswerte mehr nachweisbar sind. Bei Bedarf erhält auch das Kind nach der Geburt Antibiotika.

Nach vorzeitigem Blasensprung vor der 28. Schwangerschaftswoche wird unter engmaschiger Kontrolle der Entzündungswerte im Blut abgewartet, um dem Kind noch weitere Zeit zu geben, sich im Mutterleib weiter zu entwickeln. Nimmt die Entzündung im Rahmen des Amnioninfektionssyndroms zu, so muss die Geburt im Interesse der Mutter eingeleitet werden, auch wenn das Kind als Frühgeburt ausserhalb des Mutterleibs noch grosse Probleme haben kann. Vor der Geburt soll eine sogenannte Lungenreifungsinduktion durchgeführt werden. Eine Lungenreifungsinduktion hat das Ziel, dass die Lungen des Kindes schneller ausreifen und für das Atmen nach der Geburt bereit sind. Zur Lungenreifung des Kindes wird der Mutter das Medikament Kortison gegeben, dieses gelangt über den Mutterkuchen in den Kreislauf des Kindes und fördert dort das Ausreifen der Lunge.

Eine Lungenreifungsinduktion dauert 24 Stunden. Nach Abschluss der Lungenreifung wird dann die Geburt eingeleitet. Die Mutter bekommt zur Bekämpfung der Infektion Antibiotika über eine Infusion in die Vene verabreicht. Die Therapie mit Antibiotika wird auch nach der Geburt solange fortgesetzt, bis im Blut der Mutter keine Entzündungswerte mehr nachweisbar sind. Bei Bedarf erhält auch das Kind nach der Geburt Antibiotika.

Amnioninfektionssyndrom mit dem Risiko eines nachfolgenden vorzeitigen Blasensprungs

Beträgt die Körpertemperatur der Schwangeren mehr als 38°C und wird aufgrund der Untersuchungen bei der Schwangeren die Diagnose eines Amnioninfektionssyndroms gestellt, wird sie in ein Spital eingewiesen und bekommt sofort Antibiotika über eine Infusion in die Vene. Damit versucht man zu verhindern, dass die Fruchtblase durch die Infektion vorzeitig springt und sich das Amnioninfektionssyndrom weiter im Körper der Mutter ausbreitet und auf das Kind übergreift. Die Entzündungswerte im Blut der Mutter, ihre Körpertemperatur sowie ihre Herz- und Atemfrequenz werden in kurzen Abständen kontrolliert, um eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Mutter rechtzeitig zu erkennen. Der Gesundheitszustand des Kindes im Mutterleib wird regelmässig durch ein Kardiotokogramm (CTG) mit Aufzeichnung der Herztöne des Kindes überprüft.

Tritt das Amnioninfektionssyndrom vor der 36. Schwangerschaftswoche auf, wird vor der Geburt eine sogenannte Lungenreifungsinduktion durchgeführt werden. Eine Lungenreifungsinduktion hat das Ziel, dass die Lungen des Kindes schneller ausreifen und für das Atmen nach der Geburt bereit sind. Zur Lungenreifung des Kindes wird der Mutter das Medikament Kortison gegeben, dieses gelangt über den Mutterkuchen in den Kreislauf des Kindes und fördert dort das Ausreifen der Lunge. Eine Lungenreifungsinduktion dauert 24 Stunden. Bleibt der Zustand von Mutter und Kind stabil, kann die Schwangerschaft weitergeführt werden. Kommt es zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands von Mutter und/oder Kind im Mutterleib, so muss die Schwangerschaft unabhängig von der Schwangerschaftswoche durch eine künstliche Einleitung der Geburt oder durch einen Kaiserschnitt beendet werden.

Handelt es sich bereits von Anfang an um ein schweres Amnioninfektionssyndrom, so muss auch ohne durchgeführte Lungenreifung im Interesse der Mutter die Schwangerschaft beendet und die Geburt sofort eingeleitet oder ein Kaiserschnitt durchgeführt werden.

Das Vorgehen bei der Geburtseinleitung richtet sich nach der Schwangerschaftswoche. Es ist davon abhängig, ob der Gebärmutterhals schon für die Geburt bereit ist. Ist der Gebärmutterhals noch gar nicht für die Geburt bereit, wird ein Gel, das das Medikament Prostaglandin enthält, in den Gebärmutterhals gegeben. Prostaglandin sorgt dafür, dass der Gebärmutterhals weich wird und der Muttermund sich öffnet. Ist der Gebärmutterhals schon teilweise für die Geburt bereit, wird ein Zäpfchen, das das Medikament Prostaglandin enthält, in die Scheide gelegt. Ist der Gebärmutterhals schon für die Geburt bereit, wird die Geburt durch einen Wehentropf eingeleitet.

Die Antibiotikabehandlung der Mutter wird auch nach der Geburt fortgesetzt bis sich die Entzündungswerte im Blut normalisiert haben. Hat das Amnioninfektionssyndrom zudem schon auf das Kind übergegriffen, dann muss auch das Kind nach der Geburt mit Antibiotika behandelt werden.

Autor/in:Dr. Julia Feucht, Ärztin
Editor/in:Dr. med. Sidonie Achermann, Ärztin
Keywords:Amnioninfektionssyndrom, Chorioamnionitis, Amnionitis, vorzeitiger Blasensprung, Frühgeburt, Blasensprung, Geburtseinleitung, Fieber, Schwangerschaft, Antibiotikatherapie, Prostaglandin, Lungenreifungsinduktion
ICD-10:O41.1
Zuletzt geändert:05.11.2016Zum Seitenanfang
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