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Barrieremethoden

Synonyme: Mechansiche Verhütungsmethoden

Zum SeitenanfangKondom und Femidom

Schon seit Jahrtausenden wird das Kondom als Schutz vor Krankheiten und zu Verhütungszwecken gebraucht. Heute ist es wegen der Angst, an AIDS oder anderen Infektionskrankheiten zu erkranken, die am weitesten verbreitete Methode der Verhütung. Zugleich ist es auch die einzige Verhütungsmethode, die einen Schutz vor bakteriellen sowie viralen Erkrankungen bietet. Seit Jahrzehnten werden die Kondome aus Latex hergestellt. Für Leute, die an einer Latexallergie leiden, besteht die Möglichkeit, Kondome aus anderen Materialien wie zum Beispiel Polyurethan oder Schafsdarm zu verwenden. Die Kondome aus Polyurethan sind jedoch dünner und reissen schneller, während die aus Schafsdarm hergestellten Kondome keinen Schutz vor Infektionskrankheiten bieten können.

Damit das Kondom optimalen Schutz bietet, ist es wichtig, dass es korrekt angewendet wird. Besteht Zweifel über seine Unversehrtheit, sollte es nicht benutzt werden. Beim Auspacken des Kondoms muss darauf geachtet werden, dass es nicht mit einer Schere, spitzen Fingernägeln oder anderem beschädigt wird.

Es gibt Kondome, bei denen man beim Anziehen ein etwa 1cm langes Reservoir für die Samenflüssigkeit übriglassen muss; das Kondom sollte also vorne nicht am direkt am Glied anliegen.

Falls ein Gleitmittel verwendet wird, ist darauf zu achten, dass dieses wasserlöslich und zur Verwendung mit einem Kondom geeignet ist. Fett-, öl- oder alkoholhaltige Gleitmittel können das Kondom beschädigen und unbrauchbar machen, weshalb diese Gleitmittel nicht kombiniert mit einem Kondom verwendet werden dürfen. Nach erfolgtem Orgasmus und Samenerguss sollte das Kondom festgehalten werden, da der Penis wieder erschlafft und das Kondom deshalb abrutschen kann. Auf diese Weise könnte die Samenflüssigkeit dennoch in die Scheide gelangen. Das gebrauchte Kondom darf nicht in der Toilette entsorgt werden.

Als Femidom wird das Kondom für die Frau bezeichnet. Es besteht aus einem dünnen Kunststoffschlauch, der die Scheide auskleidet und einem Ring, der den äusseren Rand ausserhalb der Vagina fixiert. Das Femidom ist kein häufig verwendetes Verhütungsmittel und seine Zuverlässigkeit soll etwas geringer sein als die des Kondoms.

Zum SeitenanfangSpermizide Substanzen

Dies sind Cremen oder Sprays, die eine Substanz enthalten, welche Spermien abtötet. Sie werden mit Hilfe eines Applikators etwa eine Stunde vor dem Geschlechtverkehr in die Vagina eingebracht. Die Sicherheit ist etwa so hoch wie bei der Verwendung von Kondomen. Eine kombinierte Verwendung steigert die Effizienz der beiden Verfahren erheblich.

Zum SeitenanfangPortiokappe

Portiokappe, Verhütungsmethode, Barrieremethode, Kappe über den Muttermund gesülpt

Dies ist eine kleine Kunststoffkappe, die in die Scheide eingeführt und dort über den Muttermund gestülpt wird. Das Einsetzen erfolgt direkt nach der Menstruation. Die Portiokappe bleibt dann bis zur nächsten Menstruation liegen, wobei sie rechtzeitig vor der Blutung entfernt werden muss. Die Handhabung ist nicht einfach, weshalb viele Frauen auf die Hilfe eines Gynäkologen angewiesen sind. Die Sicherheit entspricht etwa der des Kondoms.

Zum SeitenanfangScheiden-Diaphragma

Scheiden-Diapharagma, Einsetzung vor dem Geschlechtsverkehr, Kombination mit einer spermizider Substanz, kombination mit spermientötender Substanz

Das Scheiden-Diaphragma funktioniert auf eine ähnliche Art und Weise wie die Portiokappe. Es besteht aus einem 5-10 cm grossen elastischen Ring, der mit einer Gummischicht überzogen ist. Das Diaphragma wird vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt. Im Unterschied zur Portiokappe darf das Diaphragma höchstens 24 Stunden in der Scheide verbleiben. Um die Wirkung entfalten zu können muss es jedoch nach dem Geschlechtsverkehr für mindestens acht Stunden am eingesetzten Ort bleiben.

Bei zusätzlicher Verwendung einer spermiziden Substanz, das heisst eines Stoffs, welcher die Spermien abtötet, wird die Wirkung des Scheiden-Diaphragmas deutlich erhöht. Es erreicht so etwa die Wirksamkeit eines Kondoms.

Autor/in:Dr. med. Urspeter Knecht, Arzt
Keywords:Barrierenmethoden, Mechanische Verhütungsmethoden, Präservativ, Schwangerschaftsverhütung, Pariser, Kondom, Portiokappe, Diaphragma, Scheiden-Diaphragma, Scheidendiaphragma, Femidom, Gummi, Spirale
ICD-10:Z30
Zuletzt geändert:05.11.2016Zum Seitenanfang
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