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Geschlechtskrankheiten

Synonym: STD, sexuell übertragbare Krankheiten

Geschlechtskrankheiten werden durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Durch den intimen Kontakt werden Krankheitserreger von einer Person zur anderen weitergegeben und eine Ansteckung findet statt. Mit Kondomen beispielsweise kann das Ansteckungsrisiko deutlich verringert werden, weil durch diese Barriere die Krankheitserreger wesentlich schlechter übertragen werden. Folglich reduziert mit Kondomen geschützter Geschlechtsverkehr nicht nur das Risiko einer Schwangerschaft, sondern auch das von zahlreichen Krankheiten.

Früher war eine Gruppe von Geschlechtskrankheiten häufig, die sich dadurch ähneln, dass sie fast ausschliesslich beim Geschlechtsverkehr übertragen werden und bevorzugt im Intimbereich erste Beschwerden verursachen.

Diese so genannten klassischen Geschlechtskrankheiten entstehen alle durch eine Ansteckung mit Bakterien, wobei es dich dabei allerdings um vier verschiedene Arten handelt. Die beiden in Europa häufig vorkommenden Arten verursachen Gonorrhoe und Syphilis (Lues), hier selten, aber in den Tropen weit verbreitet sind die beiden anderen, die zum Ulcus molle und zum Lymphogranuloma venereum führen.

Da die klassischen Geschlechtskrankheiten alle durch Bakterien hervorgerufen werden, hat die Anzahl der Fälle mit dem Aufkommen einer wirksamen Medikamentengruppe, nämlich der Antibiotika, drastisch abgenommen. Auch durch die Safer-Sex-Kampagnen zur Eindämmung von HIV hat sich die Zahl der Neuansteckungen reduziert.

In den letzten Jahren hat sich aber die Einstellung gegenüber HIV und damit auch gegenüber geschütztem Geschlechtsverkehr geändert. Da sich die medikamentöse Therapie von HIV und seiner Folgekrankheiten verbessert hat, wird die Gefährlichkeit einer Ansteckung immer mehr bagatellisiert. Wegen diesem Trugschluss werden Sicherheitsmassnahmen, allen voran mit Kondomen geschützter Geschlechtsverkehr, nicht mehr in allen Bevölkerungsgruppen beachtet. Wieder mehr Personen setzen sich beim ungeschützten Geschlechtsverkehr der Gefahr einer Ansteckung nicht nur mit HIV, sondern auch mit allen anderen Geschlechtskrankheiten aus. Es erstaunt daher nicht, dass auch die klassischen Geschlechtskrankheiten wieder auf dem Vormarsch sind. In einigen westeuropäischen Ländern haben sich die Fälle von Syphilis und Gonorrhoe in den letzten Jahren verfünffacht.

Neben den klassischen Geschlechtskrankheiten gibt es auch andere Krankheiten, die im weiteren Sinne auch zu den sexuell übertragbaren Krankheiten gehören. Diese Krankheiten werden aber zum Beispiel auch auf anderen Wegen übertragen oder machen gar keine Symptome an den Geschlechtsorganen.

Ein Beispiel dafür ist die oben erwähnte Ansteckung mit HIV. Das Virus wird zum Beispiel auch über andere Wege, etwa durch den Gebrauch von unsauberen Spritzen, übertragen. Diese Krankheit fällt vor allem durch eine allgemeine Immunschwäche (AIDS) auf,so dass die Beschwerden nicht in erster Linie im Intimbereich auftreten.

Andere Krankheiten, die ebenfalls in diese weniger strenge Definition von Geschlechtskrankheiten passen, werden durch zwei sehr weit verbreitete Erreger, Chlamydien und das Herpesvirus, verursacht. Chlamydien sind die häufigsten Erreger von Geschlechtskrankheiten, aber auch an Herpes leiden viele Menschen.

Geschlechtskrankheiten sind ein Thema, das alle sexuell aktiven Menschen betreffen kann. Auch wenn die meisten Geschlechtskrankheiten sehr gut behandelbar sind, können sie auch heute noch schwerwiegende Folgen wie Unfruchtbarkeit oder sogar Tod haben. Wichtig ist daher die konsequente Benutzung von Kondomen. Eine Ansteckung lässt sich dadurch nicht mit hundertprozentiger Sicherheit verhindern, sie wird aber viel unwahrscheinlicher.

Besteht dennoch der Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit, sollte möglichst rasch eine Abklärung und Therapie eingeleitet werden. Das ist nicht nur wichtig für die eigene Gesundheit, sondern auch für die des Partners.

Autor/in:Ursula Hofer, Ärztin
Editor/in:Dr. med. Urspeter Knecht, Arzt
Keywords:Geschlechtskrankheiten, Sexually Transmitted Diseases STD, STD , sexuell übertragbare Krankheiten
Zuletzt geändert:05.11.2016Zum Seitenanfang
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