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Vanadium

Synonyme: V, Vanadin

Zum SeitenanfangZusammenfassung

Vanadium ist ein Spurenelement, das eine Rolle im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel des menschlichen Körpers spielt. Daneben wird das Vanadium für Knochen, Zähne und den Schilddrüsenstoffwechsel benötigt. Der Mensch kann seinen täglichen Vanadiumbedarf mit einer ausgewogenen Ernährung decken.

Wird der Vanadiumbedarf des Körpers nicht gedeckt, entsteht ein Vanadiummangel. Solch ein Vanadiummangel mit Beschwerden ist beim Menschen bisher nicht bekannt.

Erhält der Körper zu viel Vanadium entsteht ein Vanadiumüberschuss, auch Vanadiumvergiftung genannt. Einige Berufsgruppen sind besonders gefährdet für die Entstehung eines Vanadiumüberschusses. Es wird zwischen einer akuten und einer chronischen Vanadiumvergiftung mit unterschiedlichen Beschwerden bei Betroffenen unterschieden. Die Behandlung des Vanadiumüberschusses hängt von den Beschwerden Betroffener ab, wobei eine weitere Vanadiumzufuhr verhindert werden muss.

Zum SeitenanfangAllgemeines

Spurenelemente sind Substanzen, die der menschliche Körper für lebenswichtige Aufgaben benötigt. Da sie trotz ihrer Wichtigkeit aber nur in sehr geringer Menge, sozusagen nur in Spuren, im menschlichen Körper vorkommen, erhielten die Spurenelemente ihren Namen. Spurenelemente kann der menschliche Körper aber nicht selbst herstellen, sondern muss sie regelmässig mit der Nahrung, mit dem Trinkwasser und über die Atemluft aufnehmen.

Eines der Spurenelemente, die der Körper benötigt, ist das Vanadium, das auch Vanadin genannt wird. Vanadium wird mit dem Buchstaben V abgekürzt. Im Körper eines erwachsenen Menschen werden etwa 0,1 Gramm Vanadium gespeichert. Davon wird ein grosser Teil im Skelett gelagert.

Zum SeitenanfangFunktion

Vanadium spielt eine Rolle im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. Es wird vermutet, dass Vanadium deshalb auch bei Menschen, die an einer Zuckerkrankheit leiden, einem sogenannten Diabetes mellitus, einen positiven Effekt auf den Blutzucker hat. Daneben wird Vanadium zum Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen benötigt und ist am Stoffwechsel der Schilddrüse beteiligt.

Zum SeitenanfangBedarf & Vorkommen

Damit der Körper genügend Vanadium zur Verfügung hat, muss täglich Vanadium mit der Nahrung aufgenommen werden. Der tägliche Vanadiumbedarf des Körpers eines erwachsenen Menschen beträgt etwa 0,01 bis 0,03 Milligramm Vanadium.

In der Nahrung ist Vanadium vor allem in Spinat, Petersilie, Dill, Pilzen, schwarzem Pfeffer, Vollkornprodukten, Fleisch, Meeresfrüchten und Fisch enthalten.

Zum SeitenanfangVanadiummangel

Kann der Körper nicht genügend Vanadium mit der Nahrung aufnehmen, um seinen Vanadiumbedarf zu decken, entsteht ein Vanadiummangel. Solch ein Vanadiummangel mit Beschwerden ist beim Menschen bisher nicht bekannt.

Zum SeitenanfangVanadiumüberschuss

Erhält der Körper zu viel Vanadium, entsteht ein Vanadiumüberschuss, der auch Vanadiumvergiftung oder Vanadiumintoxikation genannt wird. Ein Vanadiumüberschuss ist selten. Durch eine ausgewogene Ernährung wird solch ein Vanadiumüberschuss nicht erreicht. Jedoch kann das Einatmen von Vanadiumstaub oder die Aufnahme von zu viel Vanadium, beispielsweise in Form von Vitaminpräparaten, über den Verdauungstrakt zu einer Vanadiumvergiftung führen. Besonders gefährdet sind Arbeiter bei der Reinigung von mit Erdöl betriebenen Heizanlagen sowie bei der Gewinnung und bei der Verarbeitung von Vanadium.

Betroffene Personen leiden bei einer akuten Vanadiumvergiftung kurze Zeit nach Zufuhr von zu viel Vanadium an Augenbrennen, Schnupfen, Kehlkopfentzündung mit Halsschmerzen, schwarz-grüner Verfärbung der Zunge, Heiserkeit, Stimmlosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Wenn über einen längeren Zeitraum dem Körper zu viel Vanadium zugeführt wird, handelt es sich um eine chronische Vanadiumvergiftung. Eine chronische Vanadiumvergiftung verursacht eine Bronchitis oder Lungenentzündung mit Husten, Atembeschwerden und Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Hinzu kommen Nierenschädigungen, Nasenbluten, Erbrechen und Muskelkrämpfe.
Treten bei einer Person Beschwerden einer Vanadiumvergiftung auf, sollte unverzüglich ein Arzt oder ein Spital zur Behandlung aufgesucht werden.

Die Behandlung einer Vanadiumvergiftung besteht darin, zu verhindern, dass der Körper noch mehr Vanadium aufnimmt, und dafür zu sorgen, dass der Körper das aufgenommene Vanadium so schnell wie möglich ausscheidet. So wird bei einer Vanadiumvergiftung nach Einatmen von Vanadiumstaub eine Sauerstoffbeatmung durchgeführt. Mit dieser Sauerstoffbeatmung werden einerseits die Beschwerden Betroffener gelindert, andererseits wird das eingeatmete Vanadium schneller wieder ausgeatmet. Bei einer Vanadiumvergiftung nach Aufnahme von Vanadium über den Verdauungstrakt wird der Magen Betroffener gespült, damit der Körper nicht noch mehr Vanadium aufnimmt, und es werden verschiedene Substanzen verwendet, die das Vanadium im Körper einfangen und unschädlich machen sollen. Zudem wird versucht, den Betroffenen die Beschwerden beispielsweise durch Gabe von Medikamenten oder Sauerstoff zu nehmen oder zumindest zu lindern.

Autor/in:Dr. med. Sidonie Achermann, Ärztin, Dr. Julia Feucht, Ärztin
Editor/in:Andrea Meppiel, dipl Ernährungsberaterin HF
Keywords:Vanadium, V, Vanadin, Vanadium-Mangel, Mangel an Vanadium, Vanadiummangel, Vanadium-Überschuss, Überschuss an Vanadium, Vanadium-Intoxikation, Spurenelemente, Vanadiumüberschuss, Vanadiumvergiftung, Vanadium-Vergiftung, akute Vanadiumvergiftung, akute Vanadium-Vergiftung, akute Vanadiumintoxikation, akute Vanadium-Intoxikation, chronische Vanadiumvergiftung, chronische Vanadium-Vergiftung, chronische Vanadiumintoxikation, chronische Vanadium-Intoxikation
ICD-10:E61.6
Zuletzt geändert:06.11.2016Zum Seitenanfang
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