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Elektrokardiographie (EKG)

Das Elektrokardiogramm ist ein sehr einfaches Instrument zur Diagnostik verschiedenster Herzerkrankungen und weiterer Erkrankungen, die sich auf die Herzfunktion auswirken. Mit einem kleinen Apparat werden so genannte Herzströme aufgezeichnet, die am Körper angebrachte Elektroden aufnehmen. Werden diese Herzströme verstärkt und auf Papier übertragen, stellen sie sich als eine horizontale Herzkurve mit so genannten Zacken und Wellen dar. Typische Veränderungen in Form, Richtung und Stärke dieser Zacken und Wellen geben zusammen mit den Symptomen und körperlichen Zeichen des Patienten Hinweise auf eine mögliche Herzerkrankung.

Während jedes Herzschlages wird zuerst vom natürlichen Schrittmacher des Herzens ein elektrischer Impuls gebildet, der sich danach auf die beiden Herzkammern überträgt. Die Herzkammern werden dadurch erregt, ziehen sich zusammen, um das Blut zu pumpen, und entspannen sich anschliessend wieder von selber. Die elektrischen Ströme, welche durch diese Herzaktivitäten entstehen, können von so genannten Elektroden auf der Körperoberfläche abgeleitet und so gemessen werden. Veränderungen der Schrittmacherfunktion sowie eine gestörte Herzfunktion werden auf diese Weise erfasst und dokumentiert.

Beim Ruhe-EKG werden die Herzströme etwa während drei Minuten aufgezeichnet. Für die Beurteilung werden zuerst die Herzfrequenz und der Rhythmus betrachtet. Aus verschiedenen Gründen kann das Herz zu schnell, zu langsam oder unregelmässig schlagen. Manchmal treten einzelne zusätzliche Schläge auf, in anderen Fällen wiederum ist überhaupt kein Rhythmus erkennbar.

Bestimmte Formveränderungen der Herzkurve sind typisch für eine Vergrösserung und Verdickung (Hypertrophie) des Herzmuskels oder eine Erweiterung der Herzkammern, zum Beispiel bei einem Herzversagen (Herzinsuffizienz) oder dem so genannten Cor pulmonale, das bei verschiedenen Lungenerkrankungen entsteht. Ebenso sind die Folgen eines durchgemachten Herzinfarktes erkennbar, wie zum Beispiel Vernarbungen des Herzmuskels. Aber auch ein akuter Herzinfarkt kann auf diese Weise nachgewiesen werden, der aufgrund der sehr ähnlichen Symptomatik von Angina pectoris Beschwerden unterschieden werden muss.

Ein Sauerstoffmangel in Teilen des Herzmuskels, der zur Angina Pectoris führt, wird besser mit einem so genannten Belastungs-EKG diagnostiziert. Dafür wird der Patient, sofern er sich körperlich betätigen kann, auf einem Fahrrad oder Laufband einer körperlichen Belastung ausgesetzt, die laufend gesteigert wird. Während dieser Belastung wird ein EKG aufgezeichnet, wo nun die in Ruhe fehlenden typischen Zeichen des Sauerstoffmangels auftauchen können.

Eine weitere Ergänzung zum Ruhe-EKG bietet ein 24-Stunden-EKG. Die Elektroden werden dem Patienten über 24 Stunden belassen, und er trägt über diese Zeit den Apparat zur Aufzeichnung des EKG in einer kleinen Tasche bei sich. Dies macht es möglich, währenddessen der alltäglichen Arbeit nachzugehen. Manchmal treten Rhythmus- oder Durchblutungsstörungen sporadisch auf, so dass das kurze Ruhe-EKG normal aussehen, im 24-Stunden-EKG jedoch Veränderungen auftauchen

Autor/in:Dr. med. Claudia Meier, Ärztin
Editor/in:Dr. med. Urspeter Knecht, Arzt
Keywords:EKG, Elektrokardiographie, Elektrokardiografie, Elektrokardiogramm, Herzkurven, Herzströme, Langzeit-EKG, Perimetrie
Zuletzt geändert:06.11.2016Zum Seitenanfang
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